Achillessehnenentzündung

Achillodynie, Achillobursitis

Sie traben locker den Waldweg entlang und können die Schmerzen in der Achillessehne einfach nicht ignorieren. "Naja", denken Sie, "vielleicht waren die Bergläufe am Wochenende doch etwas zu anstrengend." Über diesen Gedanken verfliegen die Schmerzen ein wenig, doch als Sie am nächsten Morgen aufstehen, sind sie wieder da - noch viel schlimmer als vorher! Sie fassen an die schmerzende Sehne und stellen fest: Sie ist verdickt und druckempfindlich. Diese Schmerzen deuten typisch auf eine Achillessehnenentzündung hin.

Symptome

  • Morgensteifigkeit: Während der Ruhephasen (nachts) beginnt der Körper mit der Reparatur der entzündeten Stelle. In dessen Verlauf kommt es zu einer Anschwellung der Sehne und zur Einschränkung der Achillessehnenbewegung.
  • Schmerzen der Achillessehne bei Belastung: Die entzündete Achillessehne, ihr Ansatz am Fersenbein und das umgebende Gewebe sind gereizt. Besonders durch die Reibung der Strukturen und die Entzündung der sehr empfindlichen Knochenhaut entstehen diese Schmerzen.
  • Schwellung der Achillessehne: Die gereizte Achillessehne ruft die Entzündungsreaktion hervor. Diese geht mit einer Schwellung einher.
  • Rötung der Achillessehne: Im Verlauf der Entzündung kommt es durch die erhöhte Durchblutung an der betroffenen Stelle zu einer Rötung und Überhitzung.
  • Knirschen: Die geschwollenen Achillessehne reibt bei jeder Bewegung des Fußes an dem umliegenden Gewebe. Bei schweren Entzündungen der Achillessehne kann man dieses Reiben fühlen oder sogar hören.
  • Allgemeines Steifigkeitsgefühl: Das Gewebe um die Achillessehne herum ist entzündet und geschwollen. Dadurch kommt es zur Einschränkung der Achillessehnenbewegung
  • Anlaufschmerz: Bei Trainingsbeginn ist der Schmerz vorhanden. Sobald sich die geschwollene Sehne einen Weg durch das umgebende Gewebe gebahnt hat, läuft sie relativ geschmeidig und zunächst schmerzfrei. Nach Beendigung des Trainings treten die Schmerzen wieder auf, meist schlimmer als zuvor.

Ursachen

  • Schlechte Technik: Die Überlastung der Achillessehne geht bei schlechter Technik mit der fehlenden muskulären Stabilisation der Ferse einher.
  • Schwache Fußmuskulatur: Ist ihr Fuß zu schwach kann er die natürlich Laufbewegung nicht selbst lenken! Dies kann zu Überlastungsbeschwerden typischer Gewebestrukturen kommen. Häufig wird hierdurch auch die Achillessehne übermäßig belastet und auf diese Weise gereizt.
  • Zu starke Belastungssteigerung: Trainingsumfänge gesteigert? Vermehrt am Berg oder auf Sand trainiert? Das sind typische Auslöser einer schmerzenden Achillessehne.
  • verkürzte Wadenmuskulatur: Verkürzte Wadenmuskeln gehen meist mit schwachen Schienbeinmuskeln einher. Ursachen sind Laufschuhe mit hohen Absätzen und einseitige Trainingspläne.
  • Hallux rigidus mit Abrollfehler: Hallux rigidus ist der medizinische Fachbegriff für das steife Großzehengrundgelenk. Es führt zu einer erhöhten Zugbeanspruchung der Achillessehne, die dann mit einer Entzündung reagiert.
  • unzureichende Koordinationsfähigkeit der Beine: Neben den großen Muskelgruppen zum Vorwärtskommen während der Laufbewegung, spielen auch die kleinen gelenknahen Muskeln eine wichtige Rolle. Sie stabilisieren und kontrollieren die exakte Bewegungsausführung. Sind sie zu schwach, kann dies auch zu einer Überlastung der Achillessehne führen.
  • Fehlstellung des Fußes: Zu den typischen Fußfehlstellungen gehören die Auswärtsdrehung des Vorfußes und die übermäßige Einwärtsdrehung des Rückfußes in der Bewegung. Dies begünstigt eine Reizung der Achillessehne.

Diagnostik

Die Diagnose einer Achillessehnenentzündung ergibt sich aus der Beschwerdebeschreibung des Patienten und dem körperlichen Untersuchungsbefund. Meist zeigen Verdickung und Druckschmerzhaftigkeit die Probleme deutlich an. Technische Untersuchungen wie die Ultraschalluntersuchung können Teilrisse der Sehne bei einem langwierigen Verlauf aufdecken. Bei Unklarheiten ist eine Kernspintomographie notwendig, um mögliche Teilrisse sicher zu entdecken. Üblicherweise sind diese Untersuchungen bei klassischen, laufsportabhängigen Beschwerden nicht erforderlich. Wegweisend ist hingegen die 2D-Videoanalyse, um eine Überpronation oder Supination zu erkennen, deren Kenntnis wegweisend ist für die optimale Therapie.

Therapie

  • Verbesserung der Lauftechnik: Optimieren Sie Ihre Lauftechnik hin zu einem natürlichem, effizientem und verletzungsfreiem Stil. mehr
  • korrekte Einlagen- und Schuhversorgung: Lassen Sie sich von einem Bewegungsanalysten beraten ob sie an Fußfehlstellungen leiden und was dagegen zu tun ist. Er gibt Ihnen Anweisungen zu einer korrrekten Einlagenversorgung, Training der Wadenmuskulatur und Laufstiloptimierung. mehr
  • Hallux rigidus: Haben Sie die Befürchtung, dass Sie an einem Hallux rigidus leiden könnten? Suchen Sie einen Arzt auf, der dieses Krankheitsbild diagnostiziert und Ihnen krankengymnastische Mobilisierung verordnet.
  • Muskuläres Gleichgewicht herstellen: Stellen Sie mit Hilfe unserer Übungen das Kräftegleichgewicht wieder her mehr
    Außerdem sollten sie diese muskuläre Dysbalance von einem Profi für Bewegungsanalyse untersuchen lassen mehr!

Training

  • Barfußtraining: Absolvieren Sie regelmäßig kurze Barfußläufe auf weichen Untergründen um Ihre Fußmuskulatur gezielt zu stärken. Dies wird Ihr erschlafftes Quergewölbe wieder aufrichten. Nutzen Sie hierfür am besten die FootPerformance-Pläne von Dr. Marquardt.
  • Übungen auf dem Balance-Pad: Trainieren Sie Ihre Koordination und Fußmuskulatur auf dem MARQUARDT RUNNING-Stabipad. Dies wird Ihnen helfen die lästigen Achillessehnen-Beschwerden los zu werden. mehr
  • Geregelte Umfangssteigerung: Kurieren Sie die Entzündung erstmal aus und trainieren Sie dann an Hand einer unserer sportmedizinisch geprüften Trainingspläne moderat auf das Ziel hin. So schaffen Sie es schmerzfrei und mit neuer Bestzeit! mehr

Equipment

  • MARQUARDT RUNNING-Stabitrainer: Trainieren Sie Ihre muskuläre Koordination und gleichzeitig Ihre Fußmuskulatur um der Achillessehnenentzündung nach Auskurieren effizient entgegen zu wirken. Am besten geht dies mit unserem MARQUARDT RUNNING-Stabitrainer.
  • Fußtrainer: Damit Sie Ihre wöchentlichen Barfußrunden auch bei kalten und/oder nassen Bedingungen absolvieren können, besorgen Sie sich den MARQUARDT RUNNING-Fußtrainer.

Das gesamte benötigte Equipment zur erfolgreichen Behandlung der Achillessehnenentzündung erhalten Sie im MARQUARDT RUNNING-Shop.

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ASICS Running Insights mit Dr. Marquardt – Was tun bei Achillessehnenproblemen?

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