Läuferknie

chondropathisches Reizknie

Marion schwitzt und atmet schwer. Dieser Berglauf ist anstrengender als erwartet und zusätzlich spürt sie bei jedem Schritt ihre Knie. Die Vorfreude auf den lockeren Bergablauf lässt sie durchhalten. Auf der Bergkuppe angekommen genießt sie zunächst die Aussicht und trabt dann langsam den Berg wieder herab. Doch die Schmerzen und der Druck im Knie verschwinden nicht, sie verstärken sich eher. Zu Hause angekommen kann Marion vor Schmerzen kaum die Treppenstufen zu ihrer Wohnung hochsteigen. Marion erfährt gerade die typischen Symptome eines "Läuferknies".

Symptome

  • Druckschmerz im Knie: Durch die akute Überlastung des Kniegelenkknorpels sammelt sich im Gelenk Flüssigkeit (Ödem). Hierbei erhöht sich der Druck und es kommt zu Schmerzen.
  • Knieschmerzen beim Treppensteigen: Während des Treppensteigens arbeitet die gesamte Oberschenkelmuskulatur, drückt die Kniescheibe an das Gelenk heran und erhöht damit den Druck im Knie. Das bereits gereizte Knie schmerzt.
  • Knieschmerzen bei Sprungbelastungen: Dieser Schmerz ist typisch für das ?jumper?s knee?, eine Überbelastung der Sehne in die die Kniescheibe eingebettet  ist. 
  • Stichartige Schmerzen: Durch die lokale Knorpelzerstörung gibt es einen bestimmten Winkel des Kniegelenks, in dem es zum unangenehmsten Schmerz kommt. Dieser ist dann stichartig.

Ursachen

  • Sitzende Lauftechnik: Diese Technik äußert sich in einem zu stark gebeugten Knie und Hüftgelenk und deutet auf fehlende Kraft der gesamten Streckerkette hin.
  • Abschwächung des inneren Teils des Oberschenkelstreckers: Alle Anteile des Oberschenkelstreckers kontrollieren den optimalen Lauf der Kniescheibe. Ist der mediale Teil zu schwach, rutscht die Kniescheibe nach außen und wird verschlissen.
  • Verkürzter Oberschenkelstrecker: In die Sehne des Oberschenkelstreckers eingebettet liegt die Kniescheibe. Sobald sich dieser Muskel anspannt wird die Kniescheibe an das Gelenk heran gedrückt. Bei einer Verkürzung des Oberschenkelstreckers passiert dies zu stark, der Knorpel raut auf. Es kommt zu Schmerzen.
  • X-Beine in der Bewegung: X-Beine gehen oft mit einer Überpronation (übermäßiges Einknicken) des Fußes und einem Defizit in der hüftstabilisierenden Muskulatur einher
  • Fehlende Koordination der Beine: Besonders die kleinen, gelenknahen Muskeln am Knie sorgen für den perfekten Bewegungsablauf während der Laufbewegung. Sind diese zu schwach, kann es zu Reizzuständen der betroffenen Sehne kommen.

Diagnostik

Die Diagnose des Patellaspitzensyndroms ergibt sich aus dem Gespräch mit dem Patienten und dem Befund. Technische Untersuchungen wie die Röntgenaufnahme oder eine Kernspintomographie helfen lediglich, die funktionellen Beschwerden von ernsthaften krankhaften Veränderungen abzugrenzen. Üblicherweise sind diese Untersuchungen bei klassischen, laufsportabhängigen Beschwerden nicht erforderlich. Wegweisend ist hingegen die 2D-Videoanalyse, um eine sitzende Laufhaltung und eine X-Beinstellung zu erkennen. Beide führen zu einer Mehrbelastung des Kniegelenks und sind wegweisend für die optimale Therapie.

Therapie

  • Verbesserung der Lauftechnik: Optimieren Sie Ihre Lauftechnik hin zu einem natürlichem, effizientem und verletzungsfreiem Stil. mehr
  • Lauftechnik-Fehler: Lassen Sie sich von einem Bewegungsanalysten beraten ob Ihre Lauftechnik eventuell für die Beschwerden verantwortlich ist und was Sie dagegen tun können. Er gibt Ihnen auch Anweisungen zu einer korrrekten Einlagenversorgung, Training der Fußmuskulatur und Laufstiloptimierung. mehr
  • Verkürzung des Oberschenkelstreckers: Dehnen Sie den Oberschenkelstrecker nach dem MARQUARDT RUNNING-Übungssystem.
  • Kräftigung des inneren Teils des Oberschenkelstreckers: Kräftigen Sie den inneren Teil des Oberschenkelstreckers mit dem MARQUARDT RUNNING-Übungssystem damit die Kniescheibe nicht nach außen rutschen kann.

Training

  • Barfußtraining: Absolvieren Sie regelmäßig kurze Barfußläufe auf weichen Untergründen um Ihre Fußmuskulatur gezielt zu stärken. Dies wird Ihr erschlafftes Quergewölbe wieder aufrichten. Nutzen Sie hierfür am besten die FootPerformance-Pläne von Dr. Marquardt.
  • Übungen auf dem Balance-Pad: Trainieren Sie Ihre Koordination und Fußmuskulatur auf dem MARQUARDT RUNNING-Stabipad. Dies wird Ihnen helfen die lästigen Verletzungsbeschwerden los zu werden. mehr

Equipment

  • MARQUARDT RUNNING-Stabitrainer: Trainieren Sie ihre muskuläre Koordination und gleichzeitig ihre Fußmuskulatur um ihren Beschwerden effizient entgegen zu wirken. Am besten geht dies mit unserem MARQUARDT RUNNING-Stabitrainer.
  • Fußtrainer: Damit Sie ihre wöchentlichen Barfußrunden auch bei kalten und/oder nassen Bedingungen absolvieren können, besorgen Sie sich den MARQUARDT RUNNING-Fußtrainer.

Das gesamte benötigte Equipment zur erfolgreichen Behandlung Ihrer Verletzungsbeschwerden erhalten Sie im MARQUARDT RUNNING-Shop.

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ASICS Running Insights mit Dr. Marquardt – Was tun bei Knieschmerzen?

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